Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien bringt eine zentrale Herausforderung mit sich: Sie ist nicht konstant verfügbar. Zeiten mit viel Wind oder Sonne führen zu Stromüberschüssen, während in anderen Phasen weniger Energie im Netz ist.
Für Unternehmen entsteht daraus zunehmend eine Chance.
Denn statt Strom nur dann zu nutzen, wenn er benötigt wird, rückt eine andere Frage in den Fokus:
Wann ist Strom besonders günstig – und wie lässt sich der Verbrauch daran anpassen?
Klassische Stromspeicher wie Batterien sind technisch ausgereift, aber oft mit hohen Investitionskosten verbunden. Gleichzeitig gibt es in vielen Betrieben bereits Systeme, die sich als „indirekte Speicher“ nutzen lassen.
Ein Beispiel sind Kälteanlagen.
Diese laufen ohnehin dauerhaft und verfügen in der Regel über eine gewisse thermische Trägheit. Das bedeutet: Temperaturen müssen nicht zu jedem Zeitpunkt exakt gehalten werden, sondern können in definierten Grenzen flexibel gesteuert werden.
Wie Kälteanlagen flexibel eingesetzt werden können
Das Prinzip ist vergleichsweise einfach:
Diese Form der Lastverschiebung ermöglicht es, Strom gezielter einzusetzen und gleichzeitig auf Preissignale zu reagieren.
Neben wirtschaftlichen Effekten spielt auch der Energiemix eine Rolle.
Durch die Verschiebung des Verbrauchs kann ein größerer Anteil des Strombedarfs mit erneuerbaren Energien gedeckt werden. In Phasen mit hoher Einspeisung wird mehr Strom genutzt, während in Zeiten mit geringerer Verfügbarkeit der Bedarf reduziert wird.
Das Ergebnis:
Damit solche Ansätze funktionieren, reicht die bestehende Anlagensteuerung oft nicht aus.
Entscheidend ist:
In der Praxis bedeutet das meist eine Erweiterung der bestehenden Gebäude- oder Anlagentechnik, nicht zwingend eine komplette Neuinstallation.
Das Konzept beschränkt sich nicht auf einzelne Anwendungen.
Ähnliche Potenziale finden sich überall dort, wo:
Dazu ein paar typische Beispiele:
Gerade im Kontext von Energieeffizienz und Dekarbonisierung gewinnen solche Lösungen an Bedeutung.
Denn:
In vielen Projekten zeigt sich, dass nicht einzelne Maßnahmen entscheidend sind, sondern das Zusammenspiel aus Technik, Steuerung und Betrieb.
Die flexible Nutzung von Energie wird in Zukunft ein zentraler Bestandteil effizienter Unternehmensstrukturen sein.
Systeme, die heute primär als Verbraucher gesehen werden, können dabei eine zusätzliche Rolle übernehmen:
als aktive Bausteine im Energiesystem.
Für Unternehmen lohnt sich daher ein genauer Blick auf bestehende Anlagen.
Oft steckt das größte Potenzial nicht in neuer Technik – sondern in der intelligenten Nutzung der vorhandenen.
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