Fördermittelberatung Energieeffizienz
Förderung für MSR und Gebäudeautomation
Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik kann in bestehenden gewerblichen Nichtwohngebäuden förderfähig sein. Entscheidend ist nicht allein der Einbau einzelner Sensoren oder Regler, sondern deren energetisch wirksames Zusammenspiel mit Heizung, Lüftung, Kälte und weiteren technischen Anlagen.
✓ 15 % Grundförderung für Gebäudeautomation über die → BEG EM möglich
✓ Bis zu 45 % Förderung für MSR, Sensorik und Energiemanagement über → EEW
✓ Für Gebäude, technische Anlagen und betriebliche Energieflüsse
Was bedeuten MSR und Gebäudeautomation?
MSR steht für Messen, Steuern und Regeln. Die Technik erfasst beispielsweise Temperaturen, Verbräuche, Drücke, Luftqualitätswerte oder Betriebszustände und beeinflusst daraufhin die angeschlossenen Anlagen.
Gebäudeautomation verbindet diese Messwerte und Regelungsfunktionen über mehrere technische Gewerke hinweg. Sie kann Betriebszeiten, Leistungen, Sollwerte und Anlagenzustände automatisch an Gebäudenutzung, Außenbedingungen und tatsächlichen Energiebedarf anpassen.
Eine Gebäudeleittechnik bildet dabei häufig die übergeordnete Bedien- und Auswertungsebene. Sie ist jedoch nicht automatisch förderfähig, nur weil sie Daten visualisiert. Entscheidend ist, ob damit energetisch wirksame Automations- und Optimierungsfunktionen umgesetzt werden.
Welche MSR-Technik und Gebäudeautomation kann gefördert werden?
Förderfähig können Sensoren, Zähler, Aktoren, Automationsstationen, Regelungstechnik, Schnittstellen und Gebäudeleittechnik sein. Die Komponenten müssen für die geplanten Energieeffizienzfunktionen erforderlich und Teil eines nachvollziehbaren Automationskonzepts sein.
Sensorik, Zähler und Feldgeräte
Sensoren und Zähler liefern die Informationen, die für eine bedarfsgerechte Regelung benötigt werden.
Automationsstationen und Regelung
Automationsstationen, DDC-Regler und dezentrale Steuerungen verarbeiten die Messwerte und geben Regelbefehle an die technischen Anlagen weiter.
Gebäudeleittechnik und Monitoring
Eine Gebäudeleittechnik führt Betriebs-, Verbrauchs- und Störungsdaten zusammen.
Für wen kommt die Förderung infrage?
Betreiber komplexer Nichtwohngebäude
Eigentümer und Betreiber von Büro-, Hotel-, Handels-, Logistik- und Produktionsgebäuden.
Gewerbliche Mieter
Unternehmen, die die Gebäudetechnik einer gemieteten Gewerbe- oder Produktionsfläche automatisieren.
TGA-Planer, Energieeffizienz-Experten und Projektentwickler,
Filialisten, Investoren und Bestandshalter
ecogreen arbeitet ausschließlich B2B-orientiert mit Unternehmen, Gewerbe, Industrie, Investoren, Betreibern von Nichtwohngebäuden, Herstellern, Anlagenbauern und technischen Systemanbietern. Privatpersonen, Eigenheime und private Wohngebäude gehören nicht zur Zielgruppe.
Wichtig
Der Antrag sollte vor Bestellung, Beauftragung oder Maßnahmenbeginn geprüft werden, damit keine Förderchancen gefährdet werden.
Projekt schildern
Sie beschreiben Ihr Vorhaben kostenfrei und unverbindlich.
Förderfähigkeit prüfen und Antrag stellen
ecogreen prüft die Voraussetzungen, ordnet das passende Förderprogramm ein und begleitet die Antragstellung.
Bescheid, Umsetzung und Auszahlung
Nach dem Förderbescheid begleiten wir die weiteren Schritte bis zur Auszahlung.
So funktioniert's
Wichtig: Der Antrag sollte vor Bestellung, Beauftragung oder Maßnahmenbeginn geprüft werden, damit keine Förderchancen gefährdet werden.
Den gesamten Prozess schildern wir auf dieser → Übersicht nochmal ausführlich.
Projekt schildern
Sie beschreien Ihr Vorhaben kostenfrei und unverbindlich.
Förderfähigkeit prüfen und Antrag stellen
ecogreen prüft die Voraussetzungen, ordnet das passende Förderprogramm ein und begleitet die Antragstellung.
Bescheid, Umsetzung und Auszahlung
Nach Erhalt des Förderbescheid begleiten wir die weiteren Schritte bis zur Auszahlung.
Worauf kommt es bei der Förderung von Gebäudeautomation an?
Eine Gebäudeleittechnik oder digitale Steuerung ist nicht allein deshalb förderfähig, weil sie neu oder technisch umfangreich ist. Entscheidend sind die energetischen Funktionen, der Ausgangszustand, die Systemgrenze und eine nachvollziehbare Dokumentation.
Vorhandener Automatisierungsgrad
Der bestehende Zustand sollte vor Beginn des Projekts dokumentiert werden.
Datenpunkte und Schnittstellen
Sensoren, Aktoren, Regler, Datenpunkte und Schnittstellen sollten aus dem Angebot und der technischen Planung eindeutig hervorgehen.
Inbetriebnahme und Nachweise
Die Förderfähigkeit endet nicht mit der Lieferung der Hardware. Die geplanten Funktionen müssen tatsächlich eingerichtet, geprüft und dokumentiert werden.
Gebäude und Nutzung
Zunächst muss feststehen, welches Gebäude, welcher Gebäudeteil oder welcher betriebliche Prozess automatisiert werden soll. Bei gemischten Systemen müssen gebäudebezogene und prozessbezogene Funktionen klar voneinander getrennt werden.
Geplante Automationsfunktionen
Das Angebot sollte konkret beschreiben, welche Funktionen umgesetzt werden. Allgemeine Positionen wie „Gebäudeautomation komplett“ oder „GLT-Erweiterung“ sind für eine Förderprüfung häufig nicht ausreichend.
Typische Anwendungsfälle für Gebäudeautomation
Bürogebäude mit getrennten Steuerungen
Heizung, Lüftung und Kühlung werden bislang unabhängig voneinander betrieben. Eine gemeinsame Gebäudeautomation soll Betriebszeiten abstimmen, unnötigen Parallelbetrieb vermeiden und die Anlagen an Belegung und Raumzustand anpassen.
Hotel mit wechselnder Auslastung
Zimmer, Konferenzbereiche, Restaurant und Gemeinschaftsflächen haben unterschiedliche Nutzungszeiten. Präsenz-, Temperatur- und Luftqualitätssensoren sollen die Gebäudetechnik zonenweise und bedarfsgerecht steuern.
Handels- und Filialstandorte
Ein Filialunternehmen möchte Lüftung, Raumtemperatur und Energieverbräuche mehrerer Standorte zentral überwachen. Einheitliche Regelungsstrategien sollen auffällige Verbrauchswerte und Fehlfunktionen schneller sichtbar machen.
Produktionsbetrieb mit Gebäude- und Prozessdaten
Ein Unternehmen möchte Gebäudetechnik und Produktionsverbräuche in einem gemeinsamen System erfassen. Dabei muss geprüft werden, welche Funktionen der BEG und welche Komponenten EEW zugeordnet werden können.
Gebäudeautomation geplant?
Schildern Sie uns, welche Anlagen automatisiert werden sollen, welche Technik bereits vorhanden ist und welchen Projektstand Sie erreicht haben. ecogreen prüft kostenfrei, welcher Förderweg voraussichtlich passt.
FAQ MSR und Gebäudeautomation
Klasse B beschreibt einen hohen Automatisierungsgrad mit bedarfsgerechten Steuerungs-, Regelungs-, Überwachungs- und Optimierungsfunktionen.
Klasse B ist kein Merkmal eines einzelnen Reglers oder Softwareprodukts. Entscheidend ist das Zusammenspiel der Automationsfunktionen im Gebäude. Die konkrete Bewertung richtet sich nach der zum Antragszeitpunkt maßgeblichen Fassung der DIN V 18599-11. Das BAFA nennt mindestens Klasse B als Voraussetzung für die BEG-Förderung von MSR-Technik in Nichtwohngebäuden.
Förderfähig können unter anderem Sensoren, Energiezähler, Aktoren, Stellventile, Klappenantriebe, Frequenzumrichter, Automationsstationen, DDC-Regler, Gateways, Schnittstellen und Gebäudeleittechnik sein.
Die Komponenten müssen für die geplanten energetischen Funktionen erforderlich sein. Eine reine Zusammenstellung moderner Geräte ohne schlüssiges Funktions- und Automationskonzept reicht nicht aus.
Das kann möglich sein, wenn bereits vorhandene Sensoren, Aktoren und Automationsstationen weitergenutzt werden und die neue Leittechnik damit zusätzliche energetisch wirksame Funktionen realisiert.
Eine reine grafische Darstellung vorhandener Daten ohne verbesserte Steuerungs-, Regelungs- oder Optimierungsfunktion ist dagegen in der Regel nicht ausreichend. Der Bestand und der neue Funktionsumfang müssen gemeinsam geprüft werden.
Ja, Sensoren und Zähler können Bestandteil einer förderfähigen Maßnahme sein. Bei der BEG EM müssen sie dem Gebäudeautomationskonzept dienen. Bei EEW Modul 3 müssen sie in ein System zur Überwachung und effizienten Regelung betrieblicher Energie- oder Materialströme eingebunden werden.
Die → BEG EM ist typischerweise passend, wenn die Automation die Energieeffizienz eines bestehenden Nichtwohngebäudes verbessert. → EEW Modul 3 ist eher relevant, wenn MSR-Technik und Sensorik betriebliche Energie- oder Materialströme überwachen und effizient regeln.
Bei einem gemeinsamen System für Gebäude- und Produktionsdaten müssen Funktionen, Kosten und technische Systemgrenzen häufig getrennt betrachtet werden.
Ein weiterer Antrag kann möglich sein, wenn eine zusätzliche, nicht identische Maßnahme umgesetzt wird. Bereits geförderte Komponenten dürfen nicht noch einmal beantragt werden. Außerdem sind die geltenden Höchstgrenzen der förderfähigen Ausgaben zu beachten.
Allgemeine Informationen zur Fördermittelberatung durch ecogreen finden Sie im → Wissensbereich